Trockene Augen: Ursachen und was im Alltag hilft
Brennen, Fremdkörpergefühl und paradoxerweise tränende Augen: Der Tränenfilm verdunstet zu schnell. Die wirksamsten Maßnahmen kosten nichts.
Zuletzt aktualisiert: 17. August 2026
Warum Augen trocken werden
Der Tränenfilm besteht aus drei Schichten. Fehlt die äußere Fettschicht, verdunstet die Feuchtigkeit zu schnell – das ist die häufigste Form trockener Augen. Typische Auslöser: Bildschirmarbeit mit seltenem Blinzeln, Klimaanlage, Heizungsluft, Zugluft im Auto, Kontaktlinsen und bestimmte Medikamente.
Die Symptome richtig deuten
Paradoxerweise gehört Tränen zu den häufigsten Anzeichen: Das Auge reagiert auf die Reizung mit einem Schwall dünnflüssiger Tränen, die das Problem nicht lösen. Dazu kommen Brennen, Fremdkörpergefühl, Rötung und schwankende Sehschärfe, die sich nach dem Blinzeln kurz bessert.
Sechs Maßnahmen mit sofortiger Wirkung
- Bewusst vollständig blinzeln – mehrmals täglich zehn betonte Lidschläge.
- Bildschirm unter Augenhöhe stellen: weniger geöffnete Lidspalte, weniger Verdunstung.
- Luftfeuchte auf 40–60 % bringen, Lüftungsdüsen im Auto vom Gesicht wegdrehen.
- Warme Lidkompressen für 5 Minuten, danach sanfte Lidrandmassage.
- Ausreichend trinken – 1,5 bis 2 Liter am Tag als Orientierung.
- Bei Kontaktlinsen: Tragezeit verkürzen und Brillentage einplanen.
Wann zur Ärztin oder zum Arzt?
Bei Schmerzen, Lichtscheu, plötzlicher Sehverschlechterung, eitrigem Sekret oder Beschwerden, die trotz Maßnahmen länger als zwei bis drei Wochen anhalten. Trockene Augen können auch Begleiterscheinung anderer Erkrankungen sein.
Die Rolle der Ernährung
Omega-3-Fettsäuren aus fettem Seefisch, Leinöl und Walnüssen sind ein wiederkehrendes Thema rund um den Tränenfilm. Carotinoide wie Lutein und Zeaxanthin betreffen dagegen vor allem das Makulapigment und nicht die Augenoberfläche – ein Kombipräparat wie Augenix ersetzt bei trockenen Augen daher keine Tränenersatzmittel, sondern deckt einen anderen Bereich ab.